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JH Technikteam GmbH

Medizintechnik Höh

JH TECHNIKTEAM, einfach die bessere Alternative!



BGVA3 / TRBS 2131 Prüfung

Wiederkehrende Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen und ortsfester elektrischer Betriebsmittel


Was Sie von uns erwarten können!

Als technischer Dienstleister in der Elektro- und Medizintechnik bieten wir Ihnen Beratung und umfassende Betreuung zu folgenden Spezialisierungsbereichen.

 

Warum prüfen wir?

Die BGV A3 (früher: BGV A2 bzw. VBG 4) ist eine Unfallverhütungsvorschrift der Berufsgenossenschaften, die für elektrische Anlagen und Betriebsmittel in einem Unternehmen gilt.

In § 5 dieser Vorschrift heißt es u. a.:
"Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass die elektrischen Anlagen und Betriebsmittel auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden."

"Bei der Prüfung sind die sich hierauf beziehenden elektrotechnischen Regeln zu beachten und auf Verlangen der Berufsgenossenschaft ist ein Prüfbuch mit bestimmten Eintragungen zu führen"

Elektrotechnische Regeln im Sinne dieser Unfallverhütungsvorschrift sind die VDE-Bestimmungen (z. B. DIN VDE 0702 für nicht ortsfeste elektrische Geräte bzw. DIN VDE 0751 für Pflegebetten).

 

Wie prüfen wir?

1. Sichtprüfung

Untersuchung des Gerätes auf äußere erkennbare Mängel, wie z. B. beschädigte Anschlussleitungen, Stecker oder Schalter, Korrosionsschäden, Fehlen von Gehäuseabdeckungen, unsachgemäße Reparaturen, überprüfung sämtlicher Klemmstellen auf Festigkeit.

2. Messtechnische Erfassung elektrischer Größen unter Beachtung der vorgeschriebenen DIN-Normen *)
  • Messen des Schutzleiterwiderstandes
  • Messen des Isolationswiderstandes (nicht bei Geräten der Informationstechnologie)
  • Messen des Ersatzableitstromes
  • Messen des Berührungsstromes
  • Messen des Differenzstromes

*) Abhängig von der Geräteart, der Schutzklasse des Gerätes sowie der Art der Messung (direkt/indirekt) werden unterschiedliche Größen erfasst und ausgewertet.

3. Funktionsprüfung
  • Nur bei bestandener Prüfung kann an dem Gerät eine Funktionsprüfung vorgenommen werden. Nach bestandener Prüfung wird das Gerät mit einer Prüfplakette versehen mit Angabe des Prüfdatums.

 

Was prüfen wir?

Ortsveränderliche elektrische Geräte
Monitore und TFT-Displays, Computer, Laptops, Kaffeemaschinen, Haartrockner, Leuchten, Bohrmaschinen, Kopierer, Netzteile, Verlängerungsleitungen, Mehrfachsteckdosen, Faxgeräte, Drucker, Laborgeräte und andere Geräte dieser Art.

Ortsfeste elektrische Anlagen
Stromversorgung, Unterverteilungen, Potentialausgleich, Rauminstallation, Beleuchtungsanlagen, usw.

Ortsfeste elektrische Maschinen

Welches Risiko bzw. Verantwortung tragen Sie?


 Die Vorschrift BGV A3 besagt, dass geprüft werden muss und die VDE-Bestimmungen legen fest, wie geprüft werden muss.

Ordnungswidrig handelt nach §9 der BGV A3, wer vorsätzlich oder fahrlässig diesen Vorschriften zuwiderhandelt (§209 Abs. 1 Nr. 1 Siebtes Buch Sozialgesetzbuch).

Mit der überprüfung Ihrer elektrischen Geräte schaffen Sie also nicht nur eine wesentliche Voraussetzung zum Erhalt Ihres Versicherungsschutzes und weisen eine gesetzeskonforme Ausstattung Ihres Unternehmens nach, sondern Sie schützen auch sich und Ihre Mitarbeiter vor möglichen Gefahren im täglichen Umgang mit elektrischen Geräten.

Im Schadensfall vermeiden Sie ärger und hohe Kosten durch Ansprüche von Dritten. Mit der erhaltenen Dokumentation sind Sie Ihre Fürsorgepflicht nachgekommen und können dieses auch belegen.

 

Wie werden die Ergebnisse dokumentiert?

Im Prüfprotokoll (Prüfbericht) wird der Zustand der geprüften Geräte festgehalten.

Er enthält neben den gerätespezifischen Daten wie Geräteart, Typ, Standort usw. die Messergebnisse in übersichtlicher Form (Grenzwert/Messwert).

Im Prüfberichte sind aufgeführt:

  • Namen der Prüfer
  • Datum der Durchführung
  • Eingesetzte Messgeräte
  • Geräteanzahl
  • Fehlerquote
  • Nächster Prüftermin
  • Unterschrift(en) der verantwortlichen Person(en)

In der Praxis hat es sich bewährt, die geprüften Betriebsmittel mit einer der Prüfplaketten, wie sie beispielsweise hier abgebildet sind, zu versehen. Die Plaketten haben den Vorteil, dass der Benutzer feststellen kann, ob ein elektrisches Betriebsmittel geprüft ist bzw. wann es wieder geprüft werden muss. Auch für Verlängerungs- bzw. Geräteanschlussleitungen gibt es dauerhafte Markierungen mit Prüfplaketten, die um den Mantel der Leitung gewickelt werden können. Die Prüfplakette entbindet den Benutzer eines elektrischen Betriebsmittels nicht von der Pflicht, aufgetretene Mängel unverzüglich zu melden und die elektrischen Betriebsmittel der weiteren Nutzung zu entziehen.

 

Die Prüffristen

Beispiel und Richtwerte für Prüffristen ortsveränderliche elektrischer Betriebsmittel

  • ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel
  • Verlängerung -und Geräteanschlussleitungen mit Steckvorrichtungen 
  • Anschlußleitungen mit Steckern
  • bewegliche Leitungen mit Steckern und Festanschlüsse 
  • Richtwert 6 Monate, auf Baustellen 3 Monate
  • Wird bei den Prüfungen eine Fehlerquote <2% erreicht, kann die Prüffrist entsprechend verlängert werden 
  • Auf Baustellen, in Fertigungsstätten und Werkstätten oder ähnlichen
  • Bedingungen mindestens jährlich
  • In Büros oder unter ähnlichen Bedingungen mindestens alle zwei Jahre

Beispiel und Wiederholungsprüfungen ortsfester elektrischer Anlagen und Betriebsmittel

  • Elektrische Anlagen und ortsfeste Betriebsmittel
    • 4 Jahre, auf ordnungsgemäßen Zustand durch Elektrofachkraft
  • Elektrische Anlagen und ortsfeste Betriebsmittel in
  • Räumen und Anlagen besonderer Art- (DIN VDE 0100 Gruppe 700)
    • 1 Jahr , auf ordnungsgemäßen Zustand durch Elektrofachkraft
  • Schutzmaßnahmen mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen in nichtstationären Anlagen
    • 1 Monat , auf Wirksamkeit durch Elektrofachkraft oder elektrotechnisch unterwiesene Person bei Verwendung geeigneter Mess- und Prüfgeräte
Anlage / Betriebsmittel Prüffrist Art der Prüfung Prüfer
Elektrische Anlagen und ortsfeste elektrische Betriebsmittel 4 Jahre Auf ordnungsgemäßen Zustand (VDE0105 Teil 100) Elektrofachkraft
Elektrische Anlagen und elektrische Betriebsmittel in „Betriebsstätten, Räumen und Anlagen besonderer Art“ (VDE 0100 Gruppe 700) 1 Jahr Auf ordnungsgemäßen Zustand (VDE0105 Teil 100) Elektrofachkraft
Schutzmaßnahmen mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen in vorübergehend stationären Anlagen (z.B. Baustellen) 1 Monat Auf Wirksamkeit (Messung der Fehlerspannung und des Auslösestroms, Erdungswiderstand-messung Elektrofachkraft oder elektro-technisch unterwiesene Person bei Verwendung geeigneter Mess- und Prüfgeräte

Fehlerstrom-, Differenzstrom- und Fehlerspannungs-Schutzschalter

  • in Stationären Anlagen
  • in vorübergehend stationären Anlagen

6 Monate

arbeitstäglich
Auf einwandfreie Funktion durch Betätigen der Prüfeinrichtungen Benutzer

 

Der Prüfgegenstand

Prüfgegenstand
 
 
 


Prüfumfang 
       ß
Schutzklasse I (mit Schutzleiter)
Verlängerungs- und Geräteanschlußleitungen, elektrische Betriebsmittel, z.B. elektrisches Handwerkzeug
Schutzklasse II und III (ohne Schutzleiter)
Geräteanschlußleitungen, elektrische Betriebsmittel, z.B.  elektrisches Handwerkzeug

Prüfverfahren
 
 
 
 

 

Sichtprüfung:
-auf äußerlich erkennbare  Schäden an:
-Anschlußleitung 
einschließlich Steckverbindung,
-Gehäuse,
-Zugentlastung,
-Biege-, Knickschutz

            X

                  X  
Schutzleiterprüfung
Durchgang zwischen dem Schutzkontakt des Netz-
Steckers und berührbaren leitfähigen Gehäuseteilen bzw. der Gerätesteckervorrichtung
kleiner gleich 0,3W bis 5m Länge
+ 0,1
W
je weitere 7,5m Länge
__________

Schutzleiterwiderstand
bei Bewegung der Leitung in Abschnitten über die gesamte Länge.

Isolationsprüfung größer gleich 0,5W  *1)

größer gleich 2,0MW  *2)

größer gleich 250KW  *3)

Isolationswiderstandmessung oder
  kleiner gleich 3,5mA __________ Schutzleiterstrommessung oder  *4)
  kleiner gleich 0,5mA kleiner gleich 0,5mA Berührungsstrommessung  *5)
Funktionsprüfung              X              X Betrieb des Gerätes möglichst unter  Einsatzbedingungen
Ergebnis der Prüfung Entscheidung über die Weiterverwendung,
Protokollierung,
nächster Prüftermin
   

Prüfumfang nach DIN VDE 0702-1 (Erläuterungen zur Tabelle)

*1) Schutzklasse I: Bei Unterschreitung des Isolationswiderstandes an Geräten mit Heizelementen Messung des 
    Ersatzableitstromes gem. Ziffer 4.3.3 DIN VDE 0702.
    Zulässige Ersatzableitströme bis 6 KW max. 7mA, >6 KW 15mA .
*2) Schutzklasse II
*3) Schutzklasse III
*4) Messung des Schutzleiterstromes bei Geräten der Schutzklasse I, wenn die Messung des  
   Isolationswiderstandes
    nicht anwendbar ist gem. Ziffer 4.3.4 DIN VDE 0702.
*5) Messung des Berührungsstromes an den berührbaren leitfähigen Teilen von Geräten
    - der Schutzklasse I ( nur Teile ohne Schutzleiteranschluß) oder
    - der Schutzklasse II wenn die Messung des Isolationswiderstandes nicht anwendbar ist 
      gem. Ziffer 4.3.5 DIN VDE 0702.

 

Allgemeines

Die Schutzklassen sind für alle elektrischen Betriebsmittel übergeordnet festgelegt in DIN EN 61140 (VDE 0140-1).

Es gibt vier Schutzklassen für elektrische Betriebsmittel. Zur Kennzeichnung der Betriebsmittel mit der betreffenden Schutzklasse sind Symbole vorgesehen. Symbole zur Kennzeichnung der Schutzklasse sind in IEC 60417 definiert. Die Verwendung von Schutzvorkehrungen in den verschiedenen Klassen von elektrischen Betriebsmitteln ist in DIN EN 61140 (VDE 0140-1):2007-03, Abschnitt 7, beschrieben.

Schutzklasse

Es besteht neben der Grundisolierung kein besonderer Schutz gegen einen elektrischen Schlag. Der Anschluss an das Schutzleitersystem ist nicht möglich. Der Schutz muss durch die Umgebung des Betriebsmittels sichergestellt sein. Für Schutzklasse 0 gibt es kein Symbol; eine Kennzeichnung ist nicht vorgesehen. Die Schutzklasse 0 soll in der zukünftigen internationalen Norm nicht mehr enthalten sein. Derartige Geräte sind in Deutschland und österreich nicht zugelassen.

Schutzklasse I

Schutzlasse 1Symbol Schutzklasse I

Alle elektrisch leitfähigen Gehäuseteile des Betriebsmittels sind mit dem Schutzleitersystem der festen Elektroinstallation verbunden, welches sich auf Erdpotential befindet. Bewegliche Geräte der Schutzklasse I haben eine Steckverbindung mit Schutzleiterkontakt, einen Schutzkontaktstecker („Schukostecker“).

Die Schutzleiterverbindung ist so ausgeführt, dass sie beim Einstecken des Steckers als erste hergestellt wird und bei einem Schadensfall als letzte getrennt wird (siehe voreilender Kontakt). Die Einführung der Anschlussleitung in das Gerät muss mechanisch auf Zug entlastet sein, beim Herausreißen der Leitung muss der Schutzleiter zuletzt abreißen.

Wenn im Fehlerfall ein stromführender Leiter das mit dem Schutzleiter verbundene Gehäuse berührt, entsteht in der Regel ein Körperschluss, so dass die Sicherung oder ein Fehlerstromschutzschalter auslöst und den Stromkreis spannungsfrei schaltet.

Häufig ist bei Altinstallation noch die Klassische Nullung anzutreffen; es wurde der Neutralleiter (Nullpotenzial) zugleich als Schutzleiter mit den Schutzleiterkontakten der Steckdosen verbunden.

Dieser Leiter wird PEN-Leiter genannt - ein kombinierter Leiter aus Schutzleiter (PE) und Neutralleiter (N). Bei Neuinstallationen ist die klassische Nullung in Stromkreisen mit weniger als 10mm²Cu/16mm²Al nicht mehr zulässig, da sie bei Unterbrechungen des PEN-Leiters dazu führt, dass die Gehäuse aller am betreffenden Stromkreis angeschlossener Schutzklasse-I-Geräte gefährliche Spannung annehmen.

Schutzklasse II

Schutzklasse 2Symbol Schutzklasse II

Betriebsmittel mit Schutzklasse II haben eine verstärkte oder doppelte Isolierung zwischen Netzstromkreis und Ausgangsspannung beziehungsweise Metallgehäuse und haben keinen Anschluss an den Schutzleiter. Diese Schutzmaßnahme wird auch Schutzisolierung genannt. Selbst wenn sie elektrisch leitende Oberflächen haben, so sind sie durch eine verstärkte Isolierung vor Kontakt mit spannungsführenden Teilen geschützt. Bewegliche Geräte der Schutzklasse II haben keinen Schutzkontaktstecker; zum Anschluss werden Stecker verwendet, die keinen Schutzkontakt besitzen; bei großen Strömen sind dies in Deutschland Konturenstecker - Steckerausführungen, die einem Schukostecker ähnlich sehen. Bei kleinen Strömen (bis zu 2,5A) werden sogenannte Eurostecker verwendet.

Schutzklasse III

Schutzklasse 3Symbol Schutzklasse III

Betriebsmittel der Schutzklasse III arbeiten mit Schutzkleinspannung (SELV) und benötigen bei Netzbetrieb ebenfalls eine verstärkte oder doppelte Isolierung zwischen Netzstromkreisen und der Ausgangsspannung.

Geräte, die Schutzkleinspannung (SELV), d. h. mit Spannungen nicht über 50 V Wechselspannung oder 120 V Gleichspannung aus der Netzspannung erzeugen, benötigen einen Sicherheitstransformator nach DIN VDE 0570-2-6 bzw. EN61558-2-6.

Aus Batterien bzw. Akkumulatoren entnommene Schutzkleinspannungen genügen der Schutzklasse III ohne weitere Maßnahmen. Können wir Ihnen weitere nützliche Informationen über uns geben ? 
Fragen Sie uns einfach.

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